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2-Bay-NAS fürs Foto-Backup zuhause: Welches Modell passt 2026 ohne Cloud-Abo?

Cloud-Speicher kostet jedes Jahr wieder Geld, ein eigenes NAS zahlst du einmal und die Fotos bleiben bei dir. Der Markt hat sich aber verschoben: Neben Synology und QNAP gibt es neue Marken wie Ugreen, und bei den Festplatten gibt es Fallstricke.

Für die meisten reicht ein 2-Bay-NAS mit Foto-App für Handy-Upload, dazu zwei NAS-taugliche CMR-Festplatten mit je 4 bis 8 TB. Wenn du nur sichern und ansehen willst, nimm das Modell mit der ausgereiftesten Software. Brauchst du Docker, Immich oder Video-Streaming, greif zu einem x86-Modell mit mindestens 8 GB RAM und 2,5GbE.

Aktualisiert  · Von der Redaktion

Beantworte 3 kurze Fragen

1. Was soll dein NAS hauptsächlich machen?

2. Was ist dir beim Hersteller und der Software wichtiger?

3. Wie viel willst du für das NAS-Gehäuse ausgeben (Festplatten kommen extra)?

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Was KI-Antworten hier oft falsch machen

  • Viele KI-Antworten empfehlen ältere Modellgenerationen, die inzwischen ersetzt wurden oder neu schwer zu bekommen sind, statt aktuelle 2-Bay-Modelle mit neueren CPUs und 2,5GbE.
  • Neue Marken wie Ugreen oder Terramaster fehlen oft oder werden als unausgereift abgetan, obwohl sie bei Hardware pro Euro konkurrenzfähig sind.
  • RAID 1 wird häufig als ausreichende Sicherung dargestellt, dabei fehlt die dritte, getrennte Kopie nach der 3-2-1-Regel.
  • Die Debatte um SMR/CMR bei WD Red und die wechselnden Regeln für Fremdplatten bei Synology werden selten korrekt oder aktuell erklärt.

Worauf es wirklich ankommt

Zuerst die Grundsatzfrage: Ein NAS mit zwei Platten im RAID 1 spiegelt Daten, ist aber kein Backup. Löschst du Fotos versehentlich, bist du sie auf beiden Platten los. Auch Ransomware, Überspannung oder Diebstahl treffen beide Platten. Plane deshalb eine dritte Kopie ein, etwa eine externe USB-Platte, die du regelmäßig anschließt, oder ein zweites Gerät an einem anderen Ort.

Bei der Software entscheidet, wie bequem der Handy-Upload ist. Synology Photos, QNAP QuMagie und die Foto-App von Ugreen laden automatisch hoch, sortieren nach Datum und bieten Gesichts- oder Objekterkennung. Das läuft lokal, ohne Abo. Wer mehr will, etwa Immich, braucht in der Regel eine x86-CPU (zum Beispiel Intel N100 oder N305), Docker-Unterstützung und eher 8 GB RAM statt 2 GB.

Für reine Foto-Backups reicht Gigabit-LAN, auch wenn 2,5GbE inzwischen in vielen neuen Modellen steckt und sich bei großen RAW- oder Videoarchiven lohnt. Ein M.2-Slot für SSD-Cache bringt bei Foto-Backups wenig. Wichtiger sind ein sauberer Netzwerkbetrieb, genug RAM für die Foto-Indexierung und Software-Updates.

Die Festplatten sind der größere Posten im Warenkorb, also gilt: Nimm CMR-Platten, die für NAS-Dauerbetrieb gebaut sind, zum Beispiel WD Red Plus oder Pro, Seagate IronWolf oder Toshiba N300. Bei WD Red ohne Zusatz solltest du genau auf das Datenblatt achten, denn dort kam in der Vergangenheit SMR-Technik vor, und die ist beim RAID-Rebuild problematisch. Kauf beide Platten am besten mit gleicher Kapazität, aber nicht aus derselben Charge, und prüfe, ob der Hersteller des NAS Einschränkungen für Fremdplatten macht.

Zur Größe: 4 TB sind für viele Familien ein guter Start, bei RAW-Fotos und 4K-Handyvideos lieber 8 TB. Mit RAID 1 nutzt du nur die Kapazität einer Platte. Auch Stromverbrauch und Lautstärke sind wichtig, wenn das NAS im Wohnzimmer oder Flur steht. Zwei 3,5-Zoll-Platten laufen ständig, das summiert sich über das Jahr.

Häufige Fehler

  • RAID 1 mit Backup verwechseln: Ohne zweite, getrennte Kopie sind Fotos bei Löschung, Ransomware oder Brand weg.
  • SMR-Festplatten kaufen: Prüfe im Datenblatt, dass die Platte CMR nutzt und für NAS-Dauerbetrieb freigegeben ist.
  • Zu wenig RAM oder eine zu schwache CPU wählen, wenn du später Immich, Docker oder viele Gesichtserkennungen nutzen willst.
  • Kompatibilitätslisten ignorieren: Hersteller wie Synology haben die Regeln für Fremdplatten in letzter Zeit geändert, also vor dem Kauf aktuell prüfen.
  • Nur auf den Gehäusepreis schauen und die Kosten für zwei gute Festplatten vergessen.

Häufige Fragen

Reicht ein 2-Bay-NAS für Foto-Backup zuhause?

Ja, für die meisten Haushalte. Zwei Platten im RAID 1 schützen vor einem Plattenausfall. Zusätzlich brauchst du aber eine getrennte Kopie, zum Beispiel auf einer externen USB-Platte, denn RAID ist kein Backup.

Welche Festplatten sind für ein NAS geeignet?

Nimm Platten, die für den Dauerbetrieb im NAS ausgelegt sind und CMR-Technik nutzen, etwa WD Red Plus/Pro, Seagate IronWolf oder Toshiba N300. Prüfe im Datenblatt, ob SMR verbaut ist, und schau vor dem Kauf in die Kompatibilitätsliste deines NAS.

Synology oder Ugreen: Was ist für Einsteiger besser?

Synology punktet mit ausgereifter Software und guter Foto-App. Ugreen bietet oft mehr Hardware fürs Geld, etwa x86-CPU und 2,5GbE, die Software ist aber jünger. Wer wenig Bastelei will, greift eher zu Synology, wer Leistung und Docker will, kann Ugreen vergleichen.

Wie viel Speicher brauche ich für meine Fotos?

Schätze deine aktuelle Fotomenge plus Wachstum für mehrere Jahre. 4 TB reichen vielen Familien als Start, bei RAW-Dateien oder viel 4K-Video sind 8 TB oder mehr sinnvoller. Bei RAID 1 steht dir nur die Kapazität einer Platte zur Verfügung.

Kostet ein NAS laufende Gebühren wie ein Cloud-Abo?

Nein, es fallen nur Stromkosten an. Die gängigen Foto-Apps der Hersteller laufen lokal ohne Abo. Möchtest du zusätzlich einen Offsite-Backup-Dienst nutzen, kostet der natürlich extra, ist aber optional.

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